Der Name Porzellan stammt vom italienischen Wort porcellana.
Dieses Wort bezeichnete ursprünglich eine bestimmte Meeresschnecke bzw. Kaurimuschel (z. B. die sogenannte Porzellanschnecke), deren glatte, glänzende Oberfläche die Europäer an das später importierte chinesische Porzellan erinnerte.
Als im Mittelalter und in der frühen Neuzeit feines Porzellan aus China nach Europa gelangte, übertrug man den Namen dieser Muschel auf das edle, weiß glänzende Material.
Das italienische porcellana leitet sich wiederum von porcella („kleines Schwein“) ab – vermutlich wegen der Form oder der leicht glänzenden, glatten Oberfläche der Muschel, die mit Schweinehaut verglichen wurde.
Überliefert ist, dass Marco Polo diese Bezeichnung als erster für chinesische Porzellanerzeugnisse verwendete. Wie viele andere glaubte auch er, dass die Chinesen das Porzellan aus dieser Muschelschale herstellten.
Seit der Hochblüte westchinesischer Kulturen (1122 bis 770 v. Chr.) ist Porzellan als Produkt der Chinesen bekannt. Porzellan wurde in China nicht erfunden, sondern war Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses. Auf mühevollen Wegen gelangten Porzellanteile ab dem 13. Jahrhundert durch Kaufleute, Forscher und Weltreisende, wie Marco Polo, nach Europa.
Erst seit dem 17. Jahrhundert wurde Porzellan insbesondere über die Niederlande importiert. Die Herstellung des damals sehr kostbaren Materials blieb jedoch das Geheimnis der Chinesen – es musste in Europa neu erfunden werden.
Die Erfindung des Porzellans ist in Europa ist mit dem deutschen Alchimisten und Apotheker-Gehilfen Johann Friedrich Böttger (1682 – 1719) verbunden. Unter Verwendung weißer Erde (Kaolin) und durch die Verbesserung des Verfahrens gelang 1708 die Herstellung des ersten europäischen Hartporzellans, woraufhin 1710 die Porzellanmanufaktur Meißen zur Aufnahme der Serienfertigung eingerichtet wurde.
Übrigens: Die auf dem Foto dargestellten Geschirrteile aus Porzellan wurden nicht in Meißen sondern in Fa. Villeroy-Boch gefertigt.


