Die Welt der Materialien

    • Einschlüsse im Bergkristall

      Einschlüsse in Quarz sind besonders häufig. Quarze ohne jegliche Einschlüsse sind eher die Ausnahme. Chlorit, ein komplexes Mg-Fe-Al-Silikat, bildet häufig grüne, flockige oder moosartige Einschlüsse, manchmal ganze Schichten. Bereits vorhandene oder gleichzeitig wachsende Minerale werden vom Quarz umschlossen. 

    • Einschlüsse im Bergkristall

      Pyrit bildet kleine messing- bis goldgelb metallisch glänzende Würfel. Bei Bergkristall sind sowohl feste Mineraleinschlüsse als auch Flüssigkeits- und Gaseinschlüsse verbreitet. Einschlüsse können eine Art Fingerabdruck einer Fundstelle sein und zeigen, unter welchen geologischen Bedingungen sich die Mineralien gebildet hatten.

    • Einschlüsse im Bergkristall

      Gut ausgebildete Bergkristalle können unterschiedliche Einschlüsse enthalten. Sehr bekannt ist Rutilquarz. Dabei enthält der Bergkristall feine bis kräftige, meist goldgelbe Nadeln aus Rutil (Titanoxid). Die Rutilkristalle können bereits vorhanden gewesen sein, oder während des Quarzwachstums entstanden sein.

    • Einschlüsse im Bergkristall

      Besonders schön sind die nadelförmigen Einschlüsse. Auch Turmalin, ein komplexes Borsilikat, kann als lange schwarze (Schörl) oder grünliche Nadeln, oft deutlich dicker als Rutil, im Bergkristall eingeschlossen werden. Interessant ist, dass ein Einschluss nicht zwangsläufig älter als der Bergkristall sein muss.

      Dies und Das

      Amethyst und Citrin - zwei Brüder

      Die violetten Amethyst-Kristalle (Abb. 1a) sind die eine Varietät des Minerals Quarz. Die Färbung von Amethystkristallen beruht auf Eisenatomen im Kristallgitter, die substituieren in Silizium. Sie werden durch radioaktive Strahlung zur Elektronenabgabe angeregt wurden. Die genaueren Ursachen der Färbung des Amethystes sind wissenschaftlich noch immer umstritten. Sie kann im Kristall sehr unregelmäßig sein. Aufgrund ihrer Farbe erfreuen sich Amethyste ungebrochen Beliebtheit als Schmuckstein.

                                                                                                                  Abb. 1 Quarzvarietäten a) Amethyst, b) Citrin

      Die gelblichen Kristalle (Abb. 1b) sind aus Amethyst entstanden und werden dann Citrin genannt. Citrin ist also auch eine Varietät des Minerals Quarz. Seine Färbung wird durch eisenhaltige Partikel oder durch radioaktive Strahlung verursacht. Dabei spielt der Austausch von Siliziumatomen durch Aluminium im Kristallgitter eine große Rolle. Voll ausgebildete Citrinkristalle stellt man oft künstlich her. Dafür werden Amethyste auf 300°C erhitzt. Sie verlieren dabei ihre violette Farbe und werden bräunlichgelb.

      Aus der Presse

      Schneller zu grünem Stahl

      Eisen mit Wasserstoff statt Kohle zu produzieren, senkt die CO2-Emissionnen der Stahlproduktion erheblich. Der Prozess verlief allerdings vergleichsweise langsam. Wenn jedoch Nickeloxide zugesetzt werden, wandelt Wasserstoff Eisenerz doppelt so schnell und bei niedrigerer Temperatur in Eisen um als bisher. Bei der Umsetzung mit Nickeloxiden entsteht eine Legierung aus Eisen und Nickel, aus der sich nickelhaltige korrosionsbeständige Stähle herstellen lassen.
      Max Planck Forschung, 3/2026