Sonniger Einsatz von Edelstahl

Immer öfter sehen wir Sonnenkraftwerke auf unseren Dächern. Bei diesen Photovoltaik-Anlagen spielen auch Werkstoffe eine sehr wichtige Rolle. Und zwar nicht nur Materialien für die eigentliche Anlage, auch Werkstoffe für Dachkonstruktionen. Eine zuverlässige und stabile Dachkonstruktion, auf der die Solar-Panels befestigt werden, bedeutet Sicherung der Qualität mittels Montagetechnik. Je besser die Dachkonstruktion, desto mehr Energie kann man einsparen. Am häufigsten werden die Dachkonstruktionen für Sonnenkraftwerke aus einem Aluminiumwerkstoff gebaut. In der letzten Zeit setzen jedoch einige Ingenieure nicht auf Aluminium, wie sonst üblich, sondern auf Edelstähle. Gibt es dafür überzeugende Gründe?

Quelle: Stahlreport, 09/2011

Wetterfeste Stähle – wenn Rost schützen kann

Viele Besucher der Expo 2010 in Shanghai, die vor dem Australien-Pavillon gestanden haben, wollten ihren Augen nicht trauen. Ist die Fassade wirklich so verrostet? Einige berührten sogar vorsichtig die Pavillon-Wand, um festzustellen, ob der Rost abplatzt oder nicht.

Pavillon von Australien auf der Expo 2010 in Shanghai, Quelle: Eigene Aufnahme

Ja, es stimmt, der Pavillon, dessen Form und Farbe an den berühmten australischen Berg Ayer’s Rock erinnern sollte, ist verrostet und der Rost platzt nicht ab. Warum? Weil er aus einem wetterfesten Stahl gebaut wurde, der weltweit häufig als Corten-Stahl bezeichnet wird. Und dieser Stahl verdient eine spezielle Anerkennung, da er einen Beitrag zum Schonen der Umwelt sowie zum nachhaltigen Leben leistet. Wie ist dies wieder möglich?
Wetterfeste Stähle schützen sich von der Korrosion selbst, durch natürliche Bildung einer schützenden Rostschicht. Die Rostschicht bildet und erneuert sich stetig mit der Bewitterung. Sie erneuert sich auch selbstständig nach einer Beschädigung, sie ist selbstheilend. Dadurch benötigen wetterfeste Stähle keine Pflege, keinen Korrosionsschutz. Geld sowie Umwelt werden nicht weiter beansprucht. Diese Stähle arbeiten sozusagen im Einklang mit der Natur.

Styropor – einst auch als Kunstkork bezeichnet

Vor 50 Jahren begann die Geschichte von Styropor, eines heute gut bekannten und geschätzten Kunststoffs, der als Wärmedämm- und Verpackungsmaterial gerne und erfolgreich verwendet wird.
Damals konnte man in der Zeitschrift „Chemiker-Zeitung“ folgendes lesen: ...“Die BASF hat unter Bezeichnung „Styropor“ einen Kunststoff herausgebracht, der porig ist und wie Kork verarbeitet und verwendet werden kann. Das Styropor isoliert gegen Wärme, Schall und elektrischen Strom; es erscheint als vollwertiger Austauschstoff für Naturkork geeignet“... Der Vergleich mit dem Naturkork ist sehr zutreffend. Das beweisen die mikroskopischen Aufnahmen, die das Bild zeigt.

Wabenstruktur von Styropor (links) und Korkeichenrinde (rechts), Quelle: www.bauen.com

Dies und Das

Geheimnis des schwarzen Tees

Seit fast 1500 Jahren trinken wir gerne schwarzen Tee. Heute ist der Tee, abgesehen von Wasser, das weltweit meistkonsumierte Getränk. Trotz seiner enormen Bedeutung für Ernährung, Wirtschaft und Kulturgeschichte war seine chemische Zusammensetzung größtenteils noch ungeklärt. Es war eben das Geheimnis des Tees. Aber es ist nicht mehr.

Kurzweil

„ Warum soll man beim Härten von Stahl so langsam wie möglich abkühlen“ lautetet einmal eine Klausurfrage. „Aus Liebe zum C- Atom“ hat erstaunlicherweise ein Student beantwortet. Na ja, wo auch immer die Liebe hinfällt.

Bewundernswertes

Stählerne Doppelhelix

Die Doppelhelix ist ein geometrisches Gebilde, bei dem das Motiv der Windung doppelt auftaucht. Das wohl berühmteste Beispiel ist die Struktur des fast in allen Lebewesen vorkommenden DNA-Moleküls. Aber die Doppelhelix im Stahlbau? Ja, als eine wunderschöne Treppe.

Verzinkte Doppelhelix aus Stahl

Empfehlenswertes

Ein gutes Lehrbuch

Dieses Buch sollte jeder Ingenieur in seinem Buchregal stehen haben und die Studierenden in technischen Studiengänge sollen das Buch oft nachschlagen: „Werkstofftechnik Maschinenbau: Theoretische Grundlagen und praktische Anwendungen“.

Eine gute Adresse

Wenn Sie eine Schadensuntersuchung, ein Gutachten, eine Beratung, eine Schulung auf dem breiten und komplexen Gebiet der Korrosion benötigen, wenden Sie sich an das Institut für Korrosions- und Schadensanalyse Dr.-Ing. Sabine Schultze in Magdeburg. Es wird Ihnen geholfen!