Wetterfeste Stähle – wenn Rost schützen kann
Viele Besucher der Expo 2010 in Shanghai, die vor dem Australien-Pavillon gestanden haben, wollten ihren Augen nicht trauen. Ist die Fassade wirklich so verrostet? Einige berührten sogar vorsichtig die Pavillon-Wand, um festzustellen, ob der Rost abplatzt oder nicht.
Pavillon von Australien auf der Expo 2010 in Shanghai, Quelle: Eigene Aufnahme
Ja, es stimmt, der Pavillon, dessen Form und Farbe an den berühmten australischen Berg Ayer’s Rock erinnern sollte, ist verrostet und der Rost platzt nicht ab. Warum? Weil er aus einem wetterfesten Stahl gebaut wurde, der weltweit häufig als Corten-Stahl bezeichnet wird. Und dieser Stahl verdient eine spezielle Anerkennung, da er einen Beitrag zum Schonen der Umwelt sowie zum nachhaltigen Leben leistet. Wie ist dies wieder möglich?
Wetterfeste Stähle schützen sich von der Korrosion selbst, durch natürliche Bildung einer schützenden Rostschicht. Die Rostschicht bildet und erneuert sich stetig mit der Bewitterung. Sie erneuert sich auch selbstständig nach einer Beschädigung, sie ist selbstheilend. Dadurch benötigen wetterfeste Stähle keine Pflege, keinen Korrosionsschutz. Geld sowie Umwelt werden nicht weiter beansprucht. Diese Stähle arbeiten sozusagen im Einklang mit der Natur.
Styropor – einst auch als Kunstkork bezeichnet
Vor 50 Jahren begann die Geschichte von Styropor, eines heute gut bekannten und geschätzten Kunststoffs, der als Wärmedämm- und Verpackungsmaterial gerne und erfolgreich verwendet wird.
Damals konnte man in der Zeitschrift „Chemiker-Zeitung“ folgendes lesen: ...“Die BASF hat unter Bezeichnung „Styropor“ einen Kunststoff herausgebracht, der porig ist und wie Kork verarbeitet und verwendet werden kann. Das Styropor isoliert gegen Wärme, Schall und elektrischen Strom; es erscheint als vollwertiger Austauschstoff für Naturkork geeignet“... Der Vergleich mit dem Naturkork ist sehr zutreffend. Das beweisen die mikroskopischen Aufnahmen, die das Bild zeigt.
Damals konnte man in der Zeitschrift „Chemiker-Zeitung“ folgendes lesen: ...“Die BASF hat unter Bezeichnung „Styropor“ einen Kunststoff herausgebracht, der porig ist und wie Kork verarbeitet und verwendet werden kann. Das Styropor isoliert gegen Wärme, Schall und elektrischen Strom; es erscheint als vollwertiger Austauschstoff für Naturkork geeignet“... Der Vergleich mit dem Naturkork ist sehr zutreffend. Das beweisen die mikroskopischen Aufnahmen, die das Bild zeigt.
Wabenstruktur von Styropor (links) und Korkeichenrinde (rechts),
Quelle: www.bauen.com
Gute Frage
Was hat Mangan mit Knollen zu tun?
Bei dem Wort „Knollen“ denken wir sicher zuerst an Kartoffeln. Und das ist ja auch ganz richtig. Aber wenn eine solche Kartoffel viel Mangan – es ist ein für die Technik wichtiges Metall - enthält? Dann haben wir eben eine Manganknolle.
Warum sind Reifen schwarz?
Dass Autoreifen schwarz sind, ist für uns eigentlich selbstverständlich. Wären aber grüne oder gelbe Reifen nicht schöner? Das mag auch sein, aber hier geht es nicht um Design sondern um Verbesserung von Eigenschaften.
Warum ist Gold gold?
Was für eine schöne Frage. Und was für eine schöne Farbe. Aber diese Frage kann nur indirekt beantwortet werden. Eher geht es hier um die Frage: Warum hatte man einmal Gold (genauer gesagt „Aurum“) so genannt? Eben der Farbe wegen.